Palatin Winterfeier

„And the Oscar goes to …“

Am 4. Januar 2017 wurden im Best Western Plus Palatin Kongresshotel und Kulturzentrum in Wiesloch fleißig Oscars verteilt. Unter dem Motto „Black and White to the Oscars“ verwöhnten wir, die Auszubildenden aus dem ersten Lehrjahr, unsere Kollegen und Vorgesetzten mit leckerem Essen begeisterten sie mit einem tollen Abend.

Im August sind wir als die fünfzehn neuen Auszubildenden in den Betrieb gekommen und waren mal wieder, wie in der Schule, die „Kleinsten“ unter den Mitarbeitern. Aber natürlich war es ganz und gar nicht wie in der Schule, denn dort hat man so schnell nicht eine solche Verantwortung bekommen. Als kleine Überraschung wurde uns schon an unserem ersten Tag gesagt, dass wir für die Weihnachts- bzw. Winterfeier planen sollten.

An diesem Tag hatten wir natürlich andere Dinge im Kopf als die Winterfeier in einem halben Jahr, zumal man weder die neuen Kollegen noch die Mitauszubildenden, mit denen man diese Feier ja planen sollte, mit Namen ansprechen konnte. Als wir uns dann alle kennengelernt und auch schnell angefreundet hatten, haben wir mit der Planung begonnen. Niemand von uns hatte auch nur die geringste Ahnung, wie viel Arbeit eigentlich hinter einer Mitarbeiterfeier stecken konnte.

Drei Monate vor der Feier hatten wir unser erstes Treffen, um schon mal die Arbeit und die Zeiteinteilung für die Planung abzusprechen. Das Motto und unser Hauptprogrammpunkt standen sehr schnell fest. Denn uns war klar, dass alle Mitarbeiter in Abendkleid und Anzug kommen sollen, und die Idee, dass wir uns mal gegenseitig bewerten können und nicht nur von den Gästen Kritik erhalten, ist uns auch schnell eingefallen. Das Thema stand also schon sehr früh fest und auch weitere Ideen für Programm und Essen waren schnell gefunden; nur die Umsetzung erschien uns zunächst utopisch.

Die Arbeitsaufteilung war dabei besonders schwierig. Uns war klar, dass die Köche unter uns Azubis sich natürlich um das Essen kümmern werden, doch in unserem Team fehlte ein Techniker, so dass wir uns Hilfe aus den anderen Lehrjahren holen mussten.

Auch für weitere Aufgaben wie die Planung des Programms oder das Schreiben der Einladungen war es schwierig genug Helfer zu finden, denn in der Hauptplanungszeit waren die meisten Azubis aus dem ersten Lehrjahr in der Schule und Termine konnten nur schwer gefunden werden. Dazu muss ich auch sagen, dass wir nicht immer das perfekte Team waren und sich meist nur fünf oder sechs Personen für die Weihnachtsfeier verantwortlich fühlten.

Es gab von allen viele Vorschläge und Änderungswünsche, die die Festlegung des Programms sehr schwierig gestalteten, so dass sich der Plan bis zum eigentlichen Tag der Feier um 180 Grad gedreht und in der Nacht zuvor noch schnell ein zusätzlicher Programmpunkt aus dem Hut gezogen werden musste. Der Tag selber war genauso chaotisch wie die Planung: Die Moderation war komplett spontan und niemand hatte eine Ahnung, wie die Servietten gefaltet werden, die wir uns für den Abend ausgesucht hatten.

Schon Wochen vorher waren alle so nervös, weil wir das Gefühl hatten, als ob noch nichts fertig wäre. Die hohen Erwartungen der Mitarbeiter und die immer weiter wachsende Anwesenheitsliste machten es nicht gerade leichter. Das Gefühl der großen Unsicherheit verflog erst, als wir alle zusammen in dem fertigen Saal standen und ein letztes (naja eigentlich das erste) Mal das Programm durchgegangen waren.

Als unsere Mitarbeiter dann in wunderhübschen Abendkleidern und passgenauen Anzügen am Sektempfang standen und wir es auch schafften die Sektflaschen zu öffnen, überfiel uns ein Gefühl von großem Stolz und Sicherheit. Ab dem Zeitpunkt hätten wir es nicht mehr ändern können, wenn alles schief gegangen wäre. Das war es nicht, was uns Sicherheit gab, sondern die glücklichen und entspannten Gesichter der Mitarbeiter.

Die Türen öffneten sich und schon stand das erste Problem auf unserem schwarzen Teppich: Das Essen konnte nicht rechtzeitig aufgebaut werden. Wir hatten Glück, dass unser Chef ein guter Redner ist und alle anderen trotz großen Hungers viel Geduld mitgebracht hatten.

Das Essen war nicht nur unser erster Programmpunkt, sondern auch das Erste, was überschwänglich gelobt wurde. Unser Stolz wuchs immer mehr, obwohl wir den großen Appetit und die Genießerzeit nicht genügend einberechnet hatten, und sich das Programm dadurch doch sehr lange hinzog. Aber auch das stellte sich dann doch als kein großes Problem dar.

Besonders großen Spaß hat uns natürlich die Verkündung der Oscargewinner gemacht, vor allem, weil die Gesichter der Überraschung einfach unbezahlbar waren. Es gab Auszeichnungen in folgenden Kategorien:
1. Der/Die größte Zuspätkommer/in
2. Der/Die Humorvollste
3. Der/Die beste Koch/Köchin
4. Der/Die Motivierteste
5. Das schönste Hollywood-Lächeln
6. Der/Die Bestgekleidetste
7. Der größte Gentleman
8. Der/Die coolste Rocker/in
9. Der/Die Lieblingsazubi/ne
10. Eine Person, ohne die das Palatin undenkbar wäre
11. Der/Die Gute-Laune-Macher/in
12. Der größte Morgenmuffe
13. Der beste Chef

Als wir unseren letzten Programmpunkt hinter uns gebracht hatten, war es an der Zeit die letzten Monate nochmal Revue passieren zu lassen. Wir ließen also unsere Gäste im Saal und gönnten uns ein Glas Sekt, mit dem wir auf uns alle anstießen. Die Erleichterung war uns an den Gesichtern abzulesen. Vor allem unser Kochazubi platzte fast vor Stolz, als der Chef höchstpersönlich zu ihm kam und besonders das Essen hoch lobte. Wir waren vor allem stolz darauf, dass wir ein Lächeln in die Gesichter aller Mitarbeiter zaubern konnten. Vor allem war es aber wundervoll in den Tagen danach von Lob überhäuft zu werden.

Mein persönliches Fazit: Für mich war es eine besonders große Ehre, schon so früh so viel Verantwortung zu bekommen. Allerdings hatte ich immer Angst vor den Reaktionen der Mitarbeiter und Vorgesetzten, denn es war schon ein ziemlich großer Druck, der auf unseren Schultern lastete.

In dieses Projekt habe ich sehr viel Ehrgeiz und Freizeit gesteckt, so wie ich es noch nie getan habe. In der Schulzeit war ich immer diejenige, die schüchtern war und verantwortungsvolle Aufgaben immer lieber abgegeben hat. Doch die Monate der Planung haben mir gezeigt, dass man sich selbst ruhig mal etwas mehr zutrauen kann, auch wenn viel Arbeit dahintersteckt.

Es hat sich gut angefühlt, in kaltes Wasser geschmissen zu werden und mal etwas ohne und für die Vorgesetzten machen zu dürfen. Es gab sehr hohe Erwartungen, die wir erfüllen konnten, und das ist ein unbezahlbares Gefühl des Stolzes, der einen nicht nur im Beruf weiterbringen kann.

Wir sind stolz auf uns und unser Team und danken Euch und vor allem den Helfern, die nicht zu unserem Azubi-Team gehören, für diesen unbezahlbar tollen Abend!

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