Digitalisierung: Wo ist nur die Zeit geblieben?

Wir Hoteliers hinken technologisch hinterher. Unsere Branche arbeitet noch so wie vor zehn Jahren, ist in diesen Tagen in der Presse zu lesen. Manche Hotels haben Programme, die noch älteren Datums sind.
Revenue-Management-Systeme, Customer-Relationship-Management-Systeme, Property-Management-Systeme, Channel-Manager und E-Marketing-Lösungen gelten heute als ein „Muss”, werden aber im Jahre 2020 längst überholt sein.
Schon heute fallen Schlagwörter wie künstliche Intelligenz, Vorhersageanalyse-Tools und -Management. Dashboards, um eine umfassende Ansicht auf den Gast zu erhalten, einhergehend mit Messaging-Lösungen und Bluetooth-Beacons, um so eine engere digitale Interaktion mit dem Gast anzustreben.
Und warum ist das so schwer für die Hotellerie neue Technologie einzuführen?
Man sagt, die Kundendaten seien zu isoliert, um eine umfassende Gastinformation zu bekommen. Nur sollen wir gerade dieses aufbrechen. Sollen wir noch gläsern werden und uns „nackisch“ machen vor wessen Augen und wofür?
Bedeutet es wirklich mehr Freiheit? Wie wird die scheinbar gewonnene Zeit genutzt? Bekommen wir Hoteliers wirklich einen Mehrwert für unsere Hotels oder werden wir noch mehr entmündigt, zum Spielball internationaler Portale wie HRS, Booking und Expedia?
Ist konservatives Denken, hinterfragen und sich Zeit nehmen, nicht jeder gerade diskutierten Entwicklung hinterherhecheln, die unternehmerisch richtige Entscheidung?
Ich weiß es nicht und das ist gut so.
Wie ist Ihre Meinung dazu?

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