Schritt für Schritt: vom Praktikum zur Ausbildung

Bereits bei meinem einwöchigen Schülerpraktikum in einem Hotel in Mannheim habe ich festgestellt, dass mir der Beruf der Hotelfachfrau gefällt. Mich hat es schon immer interessiert, wie das Hotelwesen, die einzelnen Abläufe und verschiedenen Bereiche eines Hotels funktionieren. Nach dem Abschluss als staatlich geprüfte Assistentin für Design und visuelle Kommunikation in diesem Sommer habe ich  noch ein weiteres, dreitägiges Praktikum im Palatin Kongresshotel in Wiesloch absolviert, um mir bei der Orientierung zu helfen.

An meinem ersten Praktikumstag sollte ich mich um 14 Uhr an der Rezeption melden. Kurz darauf holte mich die Serviceleiterin ab, die mich dann mit zum Restaurant nahm. Im Restaurant zeigte und erklärte sie mir zu Anfang, welche verschiedenen Tischdecken es gibt und wofür sie verwendet werden. Im Anschluss durfte ich einer Auszubildenden helfen, das Büffet und das Geschirr vom Frühstück abzuräumen. Danach richteten wir die Tische wieder neu her. Ich fand es sehr interessant, wie strukturiert der Tisch eingedeckt werden muss und was es hierbei alles zu beachten gilt.

Anschließend polierten die Auszubildende und ich die Gläser und ich stellte ihr dabei noch ein paar Fragen bezüglich der Ausbildung zur Hotelfachfrau.
Später ging es dann ans Servieren. Hierbei musste ich genau darauf achten, wie ich die Teller halte, wenn ich sie den Gästen serviere. Dazu habe ich das korrekte Halten eines Tellers gezeigt bekommen. Den Tag im Restaurant fand ich sehr abwechslungsreich und informativ, weil ich vieles dazulernen konnte, was ich vorher nicht gewusst hatte.

An meinem zweiten Praktikumstag sollte ich mich um 9:30 Uhr an der Rezeption melden. Kurz darauf holte mich die Hausdame ab, die mich dann mit auf die Etage nahm. Hier stellte sie mir zu Anfang noch ein paar Fragen und erklärte mir, in welche Aufgabenbereiche das Housekeeping eingeteilt ist. Danach führte sie mich zu einem Zimmermädchen, welches mir dann zeigte, wie man ein Zimmer säubert und vorbereitet. Hierbei hatte ich am Anfang Probleme, das Bett ganz ordentlich zu machen, später hat es dann fast problemlos funktioniert.

Anschließend holte mich die Hausdame wieder bei dem Zimmermädchen ab und ich durfte ihr dann helfen, die Hotelzimmer vor der „Freigabe“ zu checken, das heißt nachzusehen, ob das Zimmer sauber ist und nichts fehlt (z. B. die Nagelfeile, die Seife etc.) oder prüfen, ob das Licht, das Telefon, die Toilettenspülung oder der Fön funktionieren. Als Nächstes gingen wir dann zu einer Auszubildenden, der wir halfen, die Zimmer zu checken.
Den Tag im Housekeeping fand ich ebenfalls sehr vielseitig, weil ich sehen konnte, welche Aufgaben es in diesem Bereich gibt und worauf zu achten ist, damit der Gast sich wohlfühlt. Besonders interessant fand ich hierbei die strikt vorgegebene und zu beachtende Zeitschiene zum Herrichten der Zimmer.
An meinem dritten Praktikumstag war ich ab 10 Uhr an der Rezeption. Morgens konnte ich sehen, wie das Auschecken der Gäste funktioniert. Ich durfte dann die Rechnungsdokumente mit den Quittungen in die verschiedenen Fächer einteilen. Danach habe ich gelernt, was es mit den markierten Hotelgästen in der Liste auf sich hat, z. B. Grün bedeutet, dass der Gast sich online angemeldet hat und in die Liste „reinrutscht“, ohne dass der Rezeptionist ihn eintragen muss.

Am Nachmittag sind dann Gäste gekommen, die eingecheckt haben. Hier habe ich gesehen, wie die Einweisung in das Hotel erfolgt. Später durfte ich dann die Umschläge für die Zimmerkarten beschriften und die Parkscheine und Gutscheine an bestimmte Umschläge heften.

Den Tag am Empfang habe ich als sehr verantwortungsvoll empfunden, da man hier für den reibungslosen Aufenthalt der Gäste zuständig ist.
Ich war mit meinem Praktikum in jeder Hinsicht zufrieden und alle Aufgaben fand ich sehr interessant. Auch die Kollegen waren sehr nett. Im Nachhinein fand ich schade, dass es nur drei Tage waren und diese auch so schnell vorbei waren. Obwohl ich sehr viele Einblicke bekommen habe, hätte ich gerne noch mehr gesehen und die anderen Abteilungen kennengelernt. Doch auch so machten mir alle meine Aufgaben Spaß. Ich habe schon vor diesem Praktikum mit dem Gedanken gespielt, eine Ausbildung zur Hotelfachfrau zu machen und dies hat mich nun darin bestärkt, diesen Weg beschreiten zu wollen. Ich freue mich darauf, nun meine Ausbildung zur Hotelfachfrau im Best Western Plus Palatin Kongresshotel und Kulturzentrum zu absolvieren.

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