Make Hotellerie sexy again – aber wie?!

„Make Hotellerie sexy again“ – aber wie?! Diese Fragestellung wurde im Workshop von Daniel Etti (Hotelshop.one) und Alexander Haußmann (CODE2ORDER) diskutiert, um Lösungsvorschläge für eine bessere Außendarstellung der Branche, vor allem bei jungen potentiellen Arbeitnehmern, zu erreichen. Beide Referenten sind Gründer von Start-ups und sind mit diesen in der Hotellerie vor allem als Dienstleister angesiedelt.

Um einen Zusammenhang zwischen einem Start-up und einem Hotelbetrieb herzustellen, wurden zu allererst die Vor- sowie Nachteile eines Jobs in einem Start-up-Unternehmen hervorgehoben. Hierbei war besonders auffällig, dass große Schnittmengen wie bspw. die langen Arbeitszeiten und die Bereitschaft zu Überstunden vorhanden sind. Zudem ähnelt die Bezahlung in einem Start-up der in der Hotellerie und ist nicht mit der Bezahlung in einem großen Konzern zu vergleichen. Des Weiteren sind Bonusleistungen wie Getränke oder eine Snack-Flat auch in Hotelbetrieben weit verbreitet. Doch wieso ist dennoch ein Start-up so viel beliebter bei potentiellen Arbeitnehmern im Vergleich zur Hotellerie?

Grundsätzlich wurden zwei Fragestellungen im Workshop bearbeitet: Während die erste Frage die Wahrnehmung der Hotels als Arbeitgeber behandelte und die Gründe, die für eine Arbeitsstelle in der Hotellerie sprechen, beinhaltete der zweite Teil die Frage, was die Hotellerie machen kann, um ihre Attraktivität zu steigern und ihre Vorteile hervorzuheben.
Auf die Nachfrage, weshalb die Teilnehmer des Workshops den Weg in die Hotellerie gefunden haben, gab es unterschiedlichste Antworten.
An erster Stelle steht die Selbstständigkeit und Vielseitigkeit, die die Branche bietet. Dicht gefolgt von der Arbeit mit Menschen und dem damit verbundenen „Gastgeber sein“. Die Chance, mit Hilfe des erlernten Berufs ins Ausland zu gehen und dort Erfahrung in den unterschiedlichsten Ländern zu sammeln, ist ein weiterer positiver Effekt der Hotellerie.

Nachdem die Gründe, weshalb junge Menschen verschiedenste Wege in die Hotellerie gefunden haben, erarbeitet wurden, ging es im zweiten Teil weiter. Dieser beinhaltete die Diskussion, wie sich die Hotellerie nach außen darstellen kann, um so attraktiv wahrgenommen zu werden, wie sie letztendlich auch ist. Ein großes Thema war auch in diesem Workshop die Wertschätzung gegenüber den Arbeitnehmern für gut geleistete Arbeit. Diese Wertschätzung lässt sich als Ergebnis dieses Workshops in Form von einer Vereinbarung zwischen Berufs- und Privatleben darstellen. Ein Lösungsvorschlag ist, anstelle eines einwöchigen Dienstplans einen zwei- oder sogar dreiwöchigen Plan für die Arbeitnehmer zu erstellen und auf diese Art und Weise eine leichtere Vereinbarkeit zwischen dem Berufsleben und dem Privatleben der jungen Talente herzustellen. In diesem Punkt gibt es bereits einige Hoteliers, die im Workshop von der Umsetzung dieses Lösungsvorschlags berichteten und positives Feedback gaben.

Ein weiterer Punkt, der viel Diskussionsstoff fand, war die einheitliche Dienstkleidung. Viele der Teilnehmer vertraten die Meinung, dass jeder ein Individuum ist und sich nicht jeder in einer „Einheits“-Bluse gleich wohlfühlt. Mit einer Casual-Business-Regelung lässt sich ein guter Kompromiss zwischen Individualität und Professionalität herstellen, so einige junge Talente.

Weitere Tipps für die Außendarstellung eines Hotels sind folgende:

  • – Stellenbeschreibungen attraktiv gestalten – der Bewerber bewirbt sich nicht nur bei dem Hotel, sondern das Hotel bewirbt sich zeitgleich auch bei den Bewerbern, aus diesem Grund gilt es die Vorteile deutlich hervorzuheben.
  • – Employer Branding wird durch die Mitarbeiter nach außen getragen, der Gast spürt, ob der Mitarbeiter gerne im Unternehmen arbeitet und die gleichen Werte vertritt. Diverse Social-Media-Kanäle wie Facebook und Instagram können ebenso für das Employer Branding wirksam genutzt werden.

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